Drainage Ratgeber für den Garten

Drainage Ratgeber für den Garten 
Besonders im Herbst/Winter, wenn es viel regnet oder schneit, müssen viele Gärten unter Stauwasser leiden. Ist der Boden zu dicht, etwa bei einem hohen Lehmgehalt, kann das Regen- und Tauwasser oft nicht richtig ablaufen. Im Garten bilden sich dann Pfützen oder richtiggehende Überschwemmungen, die nur sehr langsam trocknen. Das hat meist negative Folgen für den Rasen und die Pflanzen. In schlimmen Fällen kann der Boden sogar faulen und den Garten in einen übelriechenden Tümpel verwandeln. Hat man das Pech mit einem solchen Boden gestraft zu sein, sollte man über die Verlegung einer Drainage nachdenken.

Wie funktioniert eine Drainage?

Es gibt zwei wesentliche Methoden, seinen Garten zu entwässern: Man kann Gräben ziehen, durch die das Wasser ablaufen kann, oder Rohre unter der Erde verlegen. In beiden Fällen ist ein Gefälle des Drainagegrabens von mindestens 3%, besser von 5% erforderlich. Das Wasser sollte in eine Sickergrube oder die Kanalisation abgeleitet werden und nicht einfach in Nachbars Garten oder auf die Straße fließen.

Einfache Art der Drainage

Bei der einfachen Variante zieht man schmale Gräben entlang der Wege und füllt diese mit Kies auf. Aufgrund der lockeren Struktur des Kieses kann hier das Wasser hineinlaufen und mit dem Gefälle abfließen. Die Gräben sollten mindestens 30 cm tief sein. Der Nachteil an der einfachen Variante ist, dass sich schnell Erde und andere Ablagerungen festsetzen, die das Abfließen des Wassers behindern.

Die Profi-Art der Drainage

Mehr von Dauer sind Lösungen mit Drainagerohren. Die PVC-Rohre sind ziehharmonikaförmig und weisen Löcher auf. Die Form macht das Rohr flexibel, sodass auch Kurven damit gelegt werden können. Durch die Löcher dringt das Wasser ins Rohr ein und läuft hier ungehindert mit dem Gefälle ab. Damit die Löcher nicht verstopfen, sollten die Rohre locker mit einem Vlies aus Kunststoff- oder Kokosgewebe ummantelt sein. Sie filtern die Schmutzpartikel heraus. Der Graben, in den das Rohr versenkt wird, sollte ebenfalls mit Kies oder mit Mulch aufgefüllt werden. Soll die Drainage unsichtbar verlaufen, kann eine dünne Schicht Erde darüber verteilt werden, auf der Rasen wachsen kann.

Alternativ zu den PVC-Rohren gibt es auch die natürlichere Variante aus Ton. Sie eignet sich besonders für einen nicht zu nassen Boden, da die Tonrohre geringere Mengen an Wasser aufnehmen.

Alternativen zur Drainage

Wer einen sehr feuchten Boden hat, kommt über das Verlegen einer Drainage meist nicht herum. Als Alternative gibt es nur die Möglichkeit, auf eine ausgedehnte Rasenfläche zu verzichten und den Garten stattdessen mit Pflanzen zu bestücken, die feuchten Boden bevorzugen. Das sind z.B. Farne und Sumpfpflanzen, Erlen oder Weiden. Die Gelbe Sumpf-Schwertlilie oder das Sumpf-Blutauge etwa machen auch einen nassen Boden zu einem farbenprächtigen Blumengarten.


Für den Drainage Ratgeber Foto- & Bildnachweise: Pixabay

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